Ein Leben für die Kunst

Josje Schroot - nomen est omen


»Faszination für Linien und Faszination für mein Material (Metallschrott - Nomen est Omen) sind die zwei Konstanten in meinen Arbeiten.«

»Im Bewusstsein des achtlosen Umgangs mit Produkten und der Wegwerf-Mentalität in unserer Gesellschaft arbeite ich schon geraume Zeit an neuen Wegen und Ausdrucksmitteln, um die inhärente Schönheit der gefundenen Fragmente zu konservieren und zu neuen Leben zu erwecken. Jede dieser latent anwesenden Schönheiten blüht in einer neu konzipierten Einheit wieder auf. Linien entstehen aus der Wechselwirkung von Poesie, Zerfall und Zufall, und werden zu zeichenhaften Objekten, Assemblagen, Reliefs und Skulpturen.«

Nachdem sie ihr Studium an der Hochschule der Künste Berlin 1979 mit Diplom im Fachbereich Industrial Design abgeschlossen hatte, spezialisierte sich Josje Schroot auf die künstlerische Arbeit in Projekten: z.B. die Arbeit mit Jugendlichen mit und ohne Körperbehinderung, ABM Teilnehmern und Jugendlichen in internationalen Austauschprojekten der ESF. Dabei entstanden Arbeiten die u.a. in 2 großen Asstellungen zu sehen waren.

Die erste fand mit großem politischen Interesse im Schloß Charlottenburg unter dem Titel »Die Wüste ist in uns« statt. Die Ausstellung wurde eröffnet durch den damaligen Umweltminister Dr. Klaus Töpfer. Zum Besuch der Ausstellung von Bundespräsident Prof. Richard von Weizsäcker wurde die Ausstellung mit Arbeiten von Randgruppen-Jugendlichen aus Kreuzberg erweitert.
Die zweite Ausstellung war die im Waschhaus Potsdam, eröffnet durch den damaligen Ministerpräsidenten von Brandenburg Manfred Stolpe.
Mit der Vernichtung und dem versuchten Wiederaufbau der DDR gab es eine Welle von alt nach neu. Hier lag ihr Arbeitsmaterial Schroot/Schrott bereit zum Aufsammeln: »Objets Trouvés«. Um wertvolles und eigentümliches Kulturgut vor dem Verschwinden und der Vernichtung zu schützen, wurde es verarbeitet und bekam ein neues Leben.

Die Künstlerin

Josje Schroot ist eine universell begabte Künstlerin mit hoher Variationsbreite in Technik und Ausdruck..
Sie begann 1970 Ihre Ausbildung als Industrie Designerin an der HDK Berlin. Gleichzeitig entstanden Ihre ersten freien Arbeiten. Es folgten viele Ausstellungen in Berlin und anderswo. Von 2003 bis 2011 betrieb Josje Schroot das Offene Haus (Open Huis) in Belgien.

Open Huis (Offenes Haus)

Von 2003 bis 2011 betrieb Josje Schroot in Baarle Hertog in Belgien ein offenes Haus »Open Huis«, in dem Musiker, Poeten und Bildende Künstler jeden zweiten Monat für ein Wochenende ihr Können zeigten. Die Ausstellungsdaten und Werke der einzelnen Künstler finden Sie im Archiv.
zum Netzwerk / Archiv

Josjes Netzwerk

Erfahren Sie mehr über Josjes Netzwerk mit internationalen Künstlern

zum Netzwerk / Archiv

Zuletzt bearbeitet

19. Oktober 2016
11. Oktober 2016

International

Suche

Anmeldung